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Atterberg-Grenzen in Gera: DIN-gerechte Bodenklassifikation für Bauprojekte

Die DIN EN ISO 17892-12 fordert für bindige Böden eine präzise Bestimmung der Konsistenzgrenzen. In Gera mit seinen tonig-schluffigen Verwitterungsböden über Buntsandstein ist diese Klassifikation kein Formalismus. Sie entscheidet über Tragfähigkeit, Setzungsverhalten und Frostempfindlichkeit des Baugrunds. Für Projekte in den Hanglagen östlich des Elstertals liefern die Atterberg-Grenzen Kennwerte, die direkt in die Bemessung von Fundamenten einfließen. Unser Labor prüft nach DIN 18122-1:2020 und ermittelt Fließgrenze, Ausrollgrenze sowie Plastizitätszahl innerhalb eines Arbeitstages. Die Proben stammen aus Ihrem Bohrprofil in Gera. Die Auswertung erhalten Sie mit klarer Zuordnung nach DIN 18196.

Die Plastizitätszahl trennt in Gera den tragfähigen Baugrund vom Problemboden – oft liegen beide im selben Profil nur Zentimeter auseinander.

Unser Ansatz

Gera liegt im Übergangsbereich zwischen Buntsandstein und quartären Lockergesteinen. Die Böden reagieren empfindlich auf Wasseraufnahme. Ein im Sommer trockener Ton verwandelt sich nach Starkregen in eine plastische Masse. Der Winter 2023/24 brachte in Gera über 40 Frostwechseltage. Solche Bedingungen verschärfen die Frosthebung bei feinkörnigen Böden massiv. Die Atterberg-Grenzen quantifizieren dieses Risiko. Wir bestimmen die Fließgrenze mit dem Casagrande-Gerät nach DIN, nicht mit Schnellverfahren. Die Ausrollgrenze wird manuell auf einer Glasplatte ermittelt. Jede Probe durchläuft einen Doppelversuch. Die Plastizitätszahl Ip ordnet den Boden in die Gruppen TL, TM oder TA nach DIN 18196 ein. Für Erdarbeiten in Gera liefert die Konsistenzzahl Ic den direkten Hinweis auf die Bearbeitbarkeit.
Atterberg-Grenzen in Gera: DIN-gerechte Bodenklassifikation für Bauprojekte

Standortspezifische Faktoren

Der östliche Hangbereich von Gera, etwa in Richtung Leumnitz oder Trebnitz, zeigt verbreitet residuale Tonböden mit wL-Werten zwischen 35 und 55 Prozent. Solche mittelplastischen Tone der Gruppe TM reagieren auf Niederschlag mit Volumenänderungen, die Risse in Bodenplatten erzeugen. Die Setzungsdifferenzen werden durch wechselnde Konsistenz im Profil verstärkt. Wird die Plastizitätszahl ignoriert, steht die Bewehrung im Fundament unter Spannung, für die sie nicht bemessen wurde. Bei ausgeprägt plastischen Böden der Gruppe TA mit Ip über 30 Prozent empfehlen wir ergänzend den Triaxialversuch zur Bestimmung der Scherfestigkeit. Die Konsistenzzahl Ic unter 0,75 signalisiert weichen bis breiigen Zustand – ein Warnsignal für jede Baugrube in Gera.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 17892-12:2022-08 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 12: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, DIN 18122-1:2020-11 – Baugrund – Untersuchung von Bodenproben – Zustandsgrenzen (Konsistenzgrenzen) – Teil 1: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, DIN 18196:2023-02 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 1054:2021-04 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Weitere Fachleistungen

01

Fließgrenze nach Casagrande

Bestimmung des Wassergehalts beim Übergang von plastischem zu flüssigem Zustand. 4-Punkt-Messung mit 25 Schlägen Referenzpunkt. Geeignet für bindige Böden mit Korngröße unter 0,4 mm.

02

Ausrollgrenze und Plastizitätszahl

Manuelle Bestimmung des Wassergehalts beim Übergang von halbfestem zu plastischem Zustand. Berechnung der Plastizitätszahl Ip als Differenz. Klassifikation nach DIN 18196 Gruppen TL/TM/TA.

03

Konsistenzbestimmung komplett

Kombination von Atterberg-Grenzen mit natürlichem Wassergehalt zur Ermittlung der Konsistenzzahl Ic. Direkte Aussage zu Zustand (fest, halbfest, steif, weich, breiig) und Bearbeitbarkeit.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-12 / DIN 18122-1:2020
Fließgrenze (wL)Casagrande-Gerät, 4-Punkt-Messung
Ausrollgrenze (wP)Manuelle Bestimmung auf Glasplatte
Plastizitätszahl (Ip)Ip = wL - wP
Konsistenzzahl (Ic)Ic = (wL - w) / Ip
ProbemengeMindestens 200 g Feinkorn < 0,4 mm
Ergebnisdauer24 Stunden nach Probeneingang

Gängige Fragen

Welche Probenmenge benötigt das Labor für die Atterberg-Grenzen in Gera?

Wir benötigen mindestens 200 g Feinkorn mit Korngröße unter 0,4 mm. Bei gestörten Proben aus dem Bohrstock oder der Schürfgrube reichen etwa 500 g Gesamtmaterial. Die Probe sollte luftdicht verpackt sein, damit der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt.

Wie lange dauert die Bestimmung der Atterberg-Grenzen?

Die Prüfung ist innerhalb von 24 Stunden nach Probeneingang abgeschlossen. In dringenden Fällen bieten wir einen Express-Service mit Ergebnis am selben Tag an, sofern die Probe bis 10 Uhr vorliegt.

Was kosten die Atterberg-Grenzen in Gera?

Die Bestimmung von Fließgrenze und Ausrollgrenze inklusive Plastizitätszahl liegt bei 50 bis 80 Euro pro Probe. Bei mehr als fünf Proben aus demselben Bauvorhaben gelten reduzierte Staffelpreise.

Warum sind die Atterberg-Grenzen in Gera wichtiger als in anderen Regionen?

Gera steht auf Buntsandstein mit mächtigen Verwitterungsdecken. Die tonig-schluffigen Residualböden reagieren extrem auf Wasseraufnahme. Die Plastizitätszahl zeigt, ob der Boden bei Niederschlag quillt oder schrumpft. Ohne diesen Wert lassen sich Setzungsdifferenzen nicht vorhersagen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Gera und Umgebung.

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