Bei der Erschließung eines neuen Gewerbegebiets im Süden Geras, nahe der Weißen Elster, standen wir kürzlich vor einer typischen Herausforderung: Der anstehende Boden wechselte auf wenigen Metern von einem verwitterten Tonschiefer zu einem stark lehmigen Auelehm. Der Bauherr war verunsichert, ob der geplante frostsichere Oberbau dort überhaupt dauerhaft hält. In unserer Erfahrung ist genau das der Punkt, an dem eine fundierte CBR-Studie für den Straßenentwurf den entscheidenden Unterschied macht. Bevor eine Asphaltdecke aufgebracht wird, muss klar sein, ob das Planum die nötige Steifigkeit mitbringt. Wir prüfen das im Labor mit kalifornischem Druckversuch, und wenn das Ergebnis unbefriedigend ausfällt, lässt sich rechtzeitig eine Bodenverbesserung einplanen. Gerade in Gera, wo die geologischen Verhältnisse entlang der Flussaue oft heterogen sind, hilft das, teure Nachbesserungen nach dem ersten Frost zu vermeiden. Ergänzend setzen wir bei tieferen Fragestellungen auf eine Korngrößenanalyse, um die Feinanteile im Unterbau exakt zu klassifizieren.
Ein CBR-Wert unter 10 Prozent im Geraer Auelehm bedeutet ohne Bodenverbesserung fast sicher Frostschäden im ersten Winter – das zeigt unsere langjährige Auswertung lokaler Projekte.
Unser Ansatz
Standortspezifische Faktoren
Was wir in Gera immer wieder beobachten: Viele Ausschreibungen verlangen einen CBR-Wert von mindestens 15 Prozent für das Planum, aber die örtlichen Böden liefern unbehandelt oft nur Werte um 7 bis 10 Prozent. Wer dann einfach mit dem Bau loslegt, riskiert Spurrillen und Setzungen innerhalb der ersten zwei Winter. Der Frost dringt in die schwache Bodenschicht ein, es kommt zu Eislinsenbildung, und im Frühjahr ist der gesamte Oberbau hin. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf deckt solche Schwachstellen auf, bevor die Fräse anrückt. Der Schaden ist sonst schnell sechsstellig, ganz zu schweigen vom Ärger mit gesperrten Fahrbahnen. Die RStO 12 gibt klare Mindestanforderungen vor, und wir helfen Ihnen, diese Werte verlässlich nachzuweisen oder gezielt mit Bindemitteln nachzubessern. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert, Sie bekommen also belastbare Zahlen, die jeder Prüfingenieur anerkennt.
Normativer Rahmen
TP BF-StB, Teil B 7.1 (CBR-Versuch), DIN 18127 (Proctorversuch), RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus), DIN EN ISO/IEC 17025 (Laborakkreditierung)
Weitere Fachleistungen
Probenahme und Vorbereitung
Wir entnehmen gestörte Proben direkt vom Planum, transportieren sie unverfälscht ins Labor und bereiten sie normgerecht für den Proctor- und CBR-Versuch auf.
CBR-Laborversuch inkl. Quellmaß
Dreifachbestimmung des CBR-Wertes nach TP BF-StB mit vier Tagen Wasserlagerung und kontinuierlicher Messung des Quellverhaltens.
Auswertung und Empfehlung
Wir liefern einen ausführlichen Prüfbericht mit allen Messkurven und geben eine bodenmechanische Empfehlung, ob und mit welchem Bindemittel eine Verbesserung sinnvoll ist.
Typische Parameter
Gängige Fragen
Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf in Gera?
Für eine einfache CBR-Bestimmung an drei Probekörpern inklusive Proctorversuch und Quellmaß bewegen sich die Kosten in Gera zwischen 170 und 240 Euro. Der genaue Preis hängt davon ab, ob wir die Probenahme vor Ort übernehmen oder Sie das Material anliefern.
Welchen CBR-Wert fordert die RStO für das Planum?
Die RStO 12 verlangt auf dem Planum in der Regel einen CBR-Wert von mindestens 15 Prozent. Bei geringerer Tragfähigkeit muss der Untergrund durch Bodenaustausch oder Bindemittelvergütung verbessert werden, bis dieser Wert erreicht wird.
Wie lange dauert eine CBR-Studie im Labor?
Die reine Prüfzeit für die CBR-Studie beträgt etwa eine Woche. Vier Tage davon entfallen auf die vorgeschriebene Wasserlagerung der Probekörper. Den Prüfbericht erhalten Sie zwei Werktage nach Abschluss des Versuchs.
